aus der Oberurseler Woche vom 04.04.2013

aus der Friedrichsdorfer Woche vom 14.03.2013

 

weitere Informationen auch unter: Einsätze und Dienste

aus der Taunus-Zeitung vom 10.12.2012

Heike Knorr

Frau Knorr, Sie haben 15 KID-Helfer, von denen immer zwei in Rufbereitschaft sind, Tag und Nacht, die ganze Woche. Wie geht das?

HEIKE KNORR: Das ist unser großes Problem. Es sind viel zu wenig. Dazu kommt, dass von den 15 Kollegen nur zwei aus dem Usinger Land kommen. Vor allem dort suchen wir dringend Mitstreiter.


Die Arbeit ist ehrenamtlich?

KNORR: Klar, wir haben alle unseren Beruf und brauchen Chefs, die unsere Arbeit dadurch unterstützen, dass sie uns für die Einsätze freistellen – genau wie bei der Feuerwehr.


Wie finanziert sich der KID?

KNORR: Auch das ist ein Problem, nur über Spenden.


Wen suchen Sie, was müssen KID-Helfer mitbringen?

KNORR: Engagement in erster Linie. Und eine ausgeglichene Persönlichkeit. Sie sollten etwas Lebenserfahrung, eine eigene Lebensgeschichte, haben und deshalb mindestens 23 Jahre alt sein.


Wie wird man KID-Helfer?

KNORR: Indem man sich bei uns meldet. Man braucht zunächst einen aktuellen Erste-Hilfe-Kurs. Danach gibt es beim DRK ein Intensiv-Einführungsseminar über vier Wochenenden.


Wo melden sich Interessierte?

KNORR: Beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) Hochtaunus in Bad Homburg, Kaiser-Friedrich- Promenade 5. Das DRK ist unter Telefon (0 61 72) 12 95-0 oder per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erreichbar.

aus der Taunus-Zeitung vom 10.12.2012

Die Mitarbeiter des Kriseninterventionsdienstes (KID) Hochtaunus sind zur Stelle, wenn das Unfassbare geschieht – etwa ein Motorradunfall mit tödlichem Ausgang. TZ-Mitarbeiter Alexander Schneider hat sich mit einigen der 15 Ehrenamtlichen unterhalten über die Einsätze, die eigentlich über die Belastungsgrenze gehen, und eine traurige, aber Mut machende Geschichte geschrieben.

 


Die Helfer des Kriseninterventionsdienstes sind zur Stelle, wenn Betroffene Trost brauchen. Foto: dpa

Im Hochtaunuskreis weist die Unfallstatistik in den ersten neun Monaten des Jahres 2012 gegenüber dem Vorjahreszeitraum zwar nach unten. Es sind aber immer noch 5 (5) Verkehrstote, 85 (98) Schwer- und 369 (422) Leichtverletzte. Schwere Unfälle sind stets mit Leid verbunden, bei den Verletzten, den Familien. Oft brauchen aber auch die Helfer Hilfe beim Bewältigen der Eindrücke.

Im Hochtaunus gibt es Menschen, die sich auf diese Art der Hilfe spezialisiert haben. Kriseninterventionsdienst (KID) des DRK-Kreisverbandes Hochtaunus nen-nen sich die 15 ehrenamtlichen Helfer. Sie sind immer dann zur Stelle, wenn es bei Todesfällen – im häuslichen Bereich, aber auch bei Unfällen oder Bränden – gilt, Menschen, die plötzlich in ein tiefes Loch fallen, aufzufangen und ihnen über die ersten Stunden hinwegzuhelfen. Eine schwierige, hochemotionale Aufgabe, von der die meisten, die von einem Unfall betroffen sind, keine Ahnung haben.

Die KID-Helfer sind während ihres Bereitschaftsdienstes rund um die Uhr erreichbar, tragen einen Funkmelder und sind ständig auf dem Sprung. Wenn es aus dem Piepser "Einsatz für das KID-Team" heißt, lassen sie alles stehen und liegen und fahren zum Einsatz. "Wir fahren stets zu zweit", sagt Heike Knorr. Die Zeit im Auto ist wichtig, "wir reflektieren unsere Eindrücke", sagt sie. Knorr begleitet den KID Hochtaunus von Anfang an, seit 1996, leitet ihn seit Jahren.